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Es werden Posts vom März, 2012 angezeigt.

Hittfeld - Ein Dorf auf der Suche nach seiner Mitte

Früher war alles einfacher. Also so ganz früher - im Mittelalter. Eine Kirche, ein Marktplatz. Die Menschen machten einmal in der Woche oder einmal im Monat die weite Reise in den nächsten Ort um am Fuße des Hittfelder Kirchbergs zu handeln oder um sich der Gerichtsbarkeit zu unterwerfen. 
Dann kam 1972 die Gebietsreform in Niedersachsen und Hittfeld wurde der Verwaltungssitz der neu gebildeten Gemeinde Seevetal, die größte Gemeinde Deutschlands mit 19 verschiedenen Ortsteilen. 
Trotz des großen Rathauses und einer ehemals schicken Spielbank hatte sich Hittfeld den dörflichen Charakter bewahrt, selbst die Discounter wie Aldi, Penny oder Netto fügen sich mit ihrer Größe ins Dorf ein. Haupteinkaufsstraße war die Kirchstraße. Samstags flanierte halb Hittfeld und die Einwohner der umliegenden Dörfer hier zwischen Markt, Bäcker und EDEKA Graf umher. Man traf sich, quatschte und tratschte, machte einen kleinen Schaufensterbummel und eingekauft wurde natürlich auch. 
Mit dem Bau des neuen (viel…

Der Wert der Dinge... 3. Teil

Hier bei uns auf dem Lande gibt es noch viele kleine inhabergeführte Traditionsunternehmen. Da diese Inhaber für ihre Kinder meist auch etwas "Besseres" wollten, fehlen die Nachfolger und diese Geschäfte schließen, wenn die Besitzer das Rentenalter erreichen. In Hittfeld wird demnächst unser Gardinen- und Wäschegeschäft Stölting schließen. Zur Zeit ist dort Ausverkauf "auf Abruf".
Frau Stölting öffnet nur noch Samstags für ein ein paar Stunden und die letzten Gardinen werden genäht. Bis zur Pensionierung der alten Handarbeitslehrerin der Grundschule Hittfeld war Stölting die erste Anlaufstelle für Häkelnadel und Baumwollgarn. Viele Jahre und Generationen lang hatten alle Kinder der Grundschule die gleichen 3 Aufgaben zu bewältigen: Laufmaschenketten häkeln und damit einen sauber gewaschenen Joghurtbecher bekleben, den Tintenfisch und den Topflappen häkeln. Das Tintenfischchen hat mein Großer 1998 in der zweiten Klasse gehäkelt. Inzwischen hat es ein Auge verloren, …

Ich bin jetzt auch smart

Lange habe ich mich gegen ein Smartphone gewehrt. Zu teuer, zu kompliziert, Spielkram, Abteilung "brauche ich nicht". Aber das Angebot von Vodafone eine Nokia Lumia 710 für 9,90 € zu bekommen, hat mich dann doch gereizt. Das Smartphone ist zwar der Vor-Vorgänger zum allerneusten Nokia, aber für mich ist es ausreichend um schon mal smart zu telefonieren, Mails zu empfangen und zu senden und zu knipsen. Zwischendurch kann ich Radio oder MP3 hören, Videos ansehen. Die In-Ear-Kopfhörer haben eine Super-Qualität, Echt nervig ist die Abfrage, ob ich meinen Standort an Microsoft senden will - Neee, will ich nicht - Geht Dich nichts an! Noch habe ich nicht herausgefunden, wie ich vernünftig in mein Blogger-Dashboard reinkomme, habe erst einmal behelfsmäßig auf das alte sandfarbene Blogger-Design umgestellt. Funktioniert aber nur bis April. Aber ich habe es schon geschafft, die "Kacheln" aus dem Hauptmenü wieder zu löschen, die ich mir versehentlich eingebaut habe. Klasse i…

Kreisel oder nicht - Das ist hier die Frage

Der Kreisel an der L213 zwischen den Dörfern Helmstorf und Hittfeld ist fast fertig. Fehlt noch die Straße zwischen dem entstehenden Kreisel an der Kleckener Straße, auf der anderen Seite der Anschluss in Richtung Hittfelder Gewerbegebiet.
Aber obwohl wir alle schon brav blinken, wenn wir aus dem Kreisel heraus fahren, so ist es doch noch kein vorfahrtberechtigter Kreisel, weil die Verkehrsschilder fehlen.


Und wenn der Kreisel einmal fertig ist, wäre es schick, wenn hier auch wie im Ortsteil Ramelsloh ein Kunstwerk hinkäme. Gestaltet wurde der Kreisel im Jahr 2009 von Gernot Huber.

Update vom 03.04.2012 Habe mich einer Urheberrechtsverletzung schuldig gemacht. Die 3 Fotos oben (vom Kreisel) sind vom Mann! Bitte ein "Quelle:RB" darunter denken!
Seit dem Wochenende sind alle Schilder vollständig angebracht. Es handelt sich ab sofort um einen echten Kreisel!

Probleme lösen....

.... mit dem richtigen Equipment.
Der Nachbar unten im Dorf wollte sich von zwei 15 Meter hohen Tannen aus seinem Garten trennen, die nach 30 Jahren zuviel Licht nahmen und sich ihrer Nadeln in seiner Dachrinne entledigten.
Das Problem: Links ein Carport, rechts der Teich mit den Fischen, hinten das Haus, vorn der Zaun, die Straße und die Einfahrt der Nachbarn. Einfach umsägen kam also nicht in Frage. 
Die Lösung: Der große Kran von Hartmann aus Ramelsloh und ein paar Männer mit schnellen Sägen, die Burckhard, der Mann für alle Fälle im Dorf, zusammengetrommelt hat.




Und so flogen bei uns nicht heute nicht die Vögel hoch, sondern die Bäume.



Vielleicht sollte ich mal filmen...........
Hier kommen noch ein paar Fotos, vom Zerlegen des ersten Baumes und vom Fällen des zweiten:






Die Firma Hartmann hat neben dem großen Kranwagen auch Abschleppwagen und arbeitet rund ums Maschener Kreuz auch für den ADAC. Irreparable Fahrzeuge landen auf dem hauseigenen Schrottplatz so wie im letzten Jahr unser alt…

ECHO 2012

Mein persönliches Fazit zum ECHO 2012:

- Barbara Schöneberger trug ein rattenscharfes Kleid, Klasse Figur. 
- Ina Müllers Hosen war wie immer eine Tick zu lang. 
- Den Kuss (würg!) habe ich nicht gesehen, musste gerade in die Küche.
- Uraltrocker Lindenberg ist ein Graus für Hörgeschädigte (Schöne Grüße an NqlB
- Jan Delay wird Chef-Nuschler, wenn mal was mit Udo ist. 
- Lana del Rey ist live noch trantütiger als im Radio. 
- Marylin Manson und Rammstein sind zu zahm für Wacken. 
- "Valerie"- Vier tolle Sängerinnen und ein Krächzstimme (Guess who?) 
- Tattoos können auf den ersten Blick wie Dreck auf der Haut aussehen, wie bei Christina Perri. Sie hat aber mit Jason Mraz ein nettes Duett hingelegt. 
- Anderes Duett: Tim Bendzko und Shaggy, ohne meine Wertung, aber der 18-Jährige neben mir sagte was "Mumie". Meinte er die Kleidung von Shaggy? 
- Alina Süggeler sah nicht aus wie die Borg, sondern wie die Anführerin der Borg. Mädchen, lass Dir doch bitte wieder Haare wachsen. 

Bekennend heterosexuell

Die Hamburger Morgenpost bringt heute einen Artikel über eine Werbekampagne für die Steakhaus-Kette Maredo.
Das ist sicherlich lobenswert, da besonders dieser eine Spruch aus der Werbekampagne Anlass zur Aufregung gegeben hat.
Aber, liebe Morgenpost, gehört zur Bezeichnung Schwuler oder  Homosexueller immer zwingend das Füllwort "bekennend", oder fehlt Euch einfach nur der Link zur Synonym-Abteilung des Woxikons?
Zitat: ......sagt Farid Müller (49). Der medienpolitische Sprecher der GAL und bekennende Schwule betont: „Ich schäme mich.........
Und 2 Absätze weiter:  ...... nicht ganz bei Trost“, sagt der bekennende Homosexuelle Beck. 
(Gemeint ist Volker Beck, Bundestagsabgeordneter des Bündnis 90/Die Grünen)

Schnitzel im Selbstversuch

Sind die verpackten Bio-Schnitzel von EDEKA besser als die Gut&Günstig-Karbonaden? 
Im Kilopreis unterscheiden sie sich erheblich, da die Bio-Schnitzel mit 10,99 € doppelt so teuer sind wie die in der Kühlung gleich daneben liegenden Gut&Günstig-Karbonaden für 5,70 €. Die Herkunft beider Packungen kann man zunächst nur bis zum Fleischzerlegebetrieb von EDEKA einmal nach Mecklenburg-Vorpommern beim Bio und nach Schleswig-Holstein beim G&G nachverfolgen. Beide Zerlege- und Verpackungsbetriebe liefern an das Fleischwerk EDEKA Nord in Lüttow-Valluhn. 
Auf der Homepage von EDEKA Gutfleisch kann man über die Chargennummer (Beim Bio 120315) eine Liste der zuliefernden Höfe bekommen. Die Chargennummer 121165 der G&G-Karbonade wird nicht erkannt. 
Wenn man sich Kurzvorstellung der möglichen Lieferbetriebe für diese Charge ansieht, so fällt schnell auf, dass es sich um Großbetriebe mit ca. 1000 bis 1.500 Schweinen, gehalten auf Spaltenböden handelt. Man möge mich für naiv halten, a…

Ei... Ei... Osterei

In unserem Veranstaltungszentrum fand an diesem Wochenende zum 22. Mal der Ostereiermarkt statt.
Von einfachen marmorierten bis zu gravierten Eiern in allen Farben der Palette konnte man nach Herzenslust bis zu 400 € für ein mit sorbischen Mustern bemaltes Straußenei los werden. Richtig verrückt sind die Ostereier von Kerstin Dischereit aus Leipzig, für die schon mal eine alte Kamera gefleddert wird. Sie hat zwar keinen Online-Shop, aber wer Gefallen an ihren Kreationen findet, der kann trotzdem Kunde werden. 


Fündig geworden bin ich dann bei Barbara Krebs aus Husum, die Eier im norwegischen Hardanger-Stil und Eier verziert mit dem japanischen Washi Papier anbietet. Washi Papier ist dick wie Tapete und die Japaner verzieren damit ihre Teedosen und Tabletts




8.000 Kilometer.....

...sind es bis in die Mongolei. 

Oder man fährt einfach in den wilden Osten Hamburgs nach Wandsbek zum China-Restaurant "Mongolei". Hier hatten wir in diesem Monat unseren Mädels-Treff.
Steht man als "Erstbesucher"  vor dem Haus, in dem das Restaurant beheimatet ist, so möchte man eigentlich gleich wieder umdrehen. Von der Wandsbeker Zollstraße aus auf den Hof, vorbei an einem Autohändler, einem Fitnessstudio und einer Spielhalle durch eine Toreinfahrt stellt man sein Auto vor einem durchaus unansehnlichen weißen Bau ab und begibt sich in den Kellereingang. Die Räumlichkeiten liegen allerdings ebenerdig mit Blick auf die Wandse. Das Mobiliar ist auch für längeres Zusammensitzen geeignet. 

Das Essen ist "saulecker". Sowohl à la Carte wie auch das berühmte Buffet für 13,80 €. Man kann wählen zwischen verschiedenen Salaten, fertigen Speisen, Gemüsebeilagen und Extra-Gewürzen wie Wasabi und Ingwer.


Der besondere Clou ist das rohe Fleisch und Fisch, den man sic…

Blogspotters Leid..........

sind die Spambots, Spam-Blogs, Spam oder wie auch immer man Zugriffe von Seiten wie "buygenericsfromindia.com" nennt. Eine ganze Zeit lang waren es massenhaft Seiten mit der Endung .ru, die meine Statistiken verfälscht haben. Bloß nicht draufklicken ist hier die beste Verteidigung und die Meldung an Google über diesen Link

http://support.google.com/blogger/bin/request.py?hl=de&contact_type=spam&rd=1

Habe ich nach mühseliger Suche als Hinweis in einem anderen Blog gefunden. Besonders "ans Herz" gelegt wird einem diese Seite nicht.

RTL lässt Mütterherzen schmelzen

Kinderstars wie vor gefühlten 50 Jahren unser Heintje oder Anita Hegerland oder die kleine Engländerin, die neulich in der Chartshow einen Song von Whitney Houston singen durfte, sind ein Garant für gute Einschaltquoten. 
Das hat RTL gut erkannt und startet "DSDS" für "Kids". Mamas und Omas werden auch garantiert am Bildschirm kleben, wenn der "DSDS"-Ableger zwischen 4 und 14 Jahren starten soll.
Um den Niedlichkeitsfaktor im Voraus berechnen zu können, soll man zur Anmeldung bei RTL mitnichten eine stimmliche Kostprobe des kleinen Sangeskünstlers abgeben, sondern zunächst nur neben Adresse, Geburtsdatum und Alter ein hübsches Bildchen einsenden. 
Der Anmeldschluss ist bereits der 31.03.2012 und schon jetzt machen sich in den Facebook-Kommentaren einige 12-jährige zukünftige Diven Gedanken übers Outfit.

Mammobil

Wieder da: Das Mammobil für alle Frauen ab 50. Die Termine auf der Homepage sind leider noch auf dem Stand vom letzten Sommer. Aber alle 2 Jahre wird man eingeladen, sich durchleuchten zu lassen.

Guten Appetit

Leider wird er in diesem Jahr nur sporadisch für ein paar Werbeaktionen kommen: Carsten Fock kocht bei EDEKA; man nimmt das Rezept mit und kauft gleich ein. Einige der Rezepte habe ich in meine Repertoire übernommen.



Heute gab es Mango-Mozarella-Salat mit Curry und Chili. Schön scharf und fruchtig:

1 Mango, reif, ca. 400 gr.
500 gr. Mozarella
600 gr. Tomaten
1 Bund schlanke Frühlingszwiebeln, 1 rote Chilischote, 120 ml Öl, 1 EL scharfes Currypulver, 3 EL Limettensaft, 1TL Zucker, Salz

Mango schälen und in 1/2 cm dünnen Scheiben vom Kern schneiden. Dann in 2 cm breite Streifen schneiden. Mozarella und Tomaten in dünne Scheiben schneiden.
Auf einer großen Platte Tomaten-, Mozarellascheiben und Mangostreifen schräg übereinander legen bis alle Zutaten verbraucht sind.
Für die Marinade die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Würfel schneiden. Die Chilischote längs aufschneiden, entkernen und fein würfeln. 3 EL Öl in einem kleinen Topf erhitzen, Currypulver mit andünsten. Topf vom Herd nehmen und…

500. Geburtstag von Mercator

Bei meinen Google News stand heute Abend ein Artikel der Welt online, der mich interessierte:  "Der Mann, der die Erdkugel in einen Zylinder zwang". So kam ich zu Mercator und mit meinem Kleinen in eine Diskussion über die Verbindung von Mathematik, Geschichte und Erdkunde.

Und es war eine gute Gelegenheit mal wieder eines meiner alten Schätzchen aus dem Regal zu holen. Dieses Schulbuch ist wohl das einzige, das hier in Deutschland noch jeder Schüler irgendwann in seiner Schullaufbahn mit im Ranzen herum schleppt. Gefunden und erworben habe ich ihn in Berlin auf dem Flohmarkt hinter dem Ostbahnhof. Und anhand der Zettel und Ausschnitte, die drin liegen, kann man erkennen, dass der Atlas sowohl zum Nachvollziehen der Frontlinien im II. Weltkrieg als auch bis in die 70er Jahre in der DDR im Gebrauch war. 
180 Seiten Atlas gegen Google Maps, welch ein Unterschied! Nicht nur im geografischen sondern auch im politischen Weltbild. 1899 gab es in Afrika noch etliche Kolonien und es w…